Diesen Text formuliere ich absichtlich im "Du", denn er betrifft den ganzen Menschen, also auch unser Inneres und dieses Innere kennt nur den direkten Kontakt. Die Höflichkeitsform "Sie" entstand, um Abstand herzustellen und würde es damit sehr erschweren, dass mein Inneres Ihr Inneres erreicht.

 

Weihnachten, das Fest der Liebe und des Friedens.

Aber ganz ehrlich: kommst Du bzw. bist Du schon in diese ergreifend zauberhafte Stimmung? Und wo kommt sie her? Von außen werden wir beschallt und umglitzert, aber dieses Gefühl von innerem Frieden bringt uns das nicht, kann es uns nicht bringen. Auch das Leid der vielen Kriegsschauplätze auf der Erde können wir dafür nur bedingt verantwortlich machen.
 
Nur in unserem Inneren können Freude, Friede und Liebe wachsen.
Ganz bewusst schreibe ich nicht „entstehen“ sondern „wachsen“, denn sie sind uns mitgegeben auf diese Welt, wir tragen sie in uns.
Nun gilt es, und dem gilt letztendlich unser aller Streben, das „Ja“ zum Leben, die Freude daran und den inneren Frieden in alle Bereiche unseres Lebens zu bringen.
 
Wo fange ich an? Am Besten mit einer kurzen Definition von Frieden:
Frieden ist "der allgemeine Zustand zwischen Menschen, in dem bestehende Konflikte ohne Gewalt ausgetragen werden".
Es hat sich allerdings gezeigt, dass Menschen, auch wenn Gesetze ihr Verhalten lenken sollen, um Konflikte dauerhaft ohne Gewalt zu lösen, als erstes mit und in sich selbst in Frieden sein müssen. Und schon das ist gar nicht so leicht.
 
Vielleicht wunderst Du dich, wie Du mit Dir selbst in Frieden sein sollst, bist Du doch nur Du. Aber sicher hast Du schon selbst einmal gemerkt, dass in Dir fast andauernd mehrere Stimmen oder Ich-Anteile zu Gange, manchmal sogar im Streit sind.
Das geht schon am Morgen los, wenn der Wecker klingelt. Bei den meisten von uns gibt es die 1. Stimme: „Ohch, ich mag aber noch liegenbleiben!“ (vielleicht ein eher kindlicher Ich-Anteil oder der Körper, der wirklich Ruhe braucht). Die 2. Stimme kontert: „Du musst aber aufstehen, die Arbeit macht sich nicht von alleine!“ (ein innerer Antreiber). Dann kommt vielleicht noch eine 3. Stimme: „Du darfst Dich nicht so hängen lassen! Disziplin ist alles also liebe Stimme 1, schäm Dich und sei still!! So etwas denkt man schon gar nicht!“
 
Hier fängt nun die innere Friedensarbeit an:
Als erstes erlauben wir allen Stimmen, allen Gefühle und Gedanken, allen Ich-Anteilen überhaupt mal, da zu sein.
Ich lade Dich ein, alles, was Du fühlst, denkst, tust, alles was Du an Dir entdeckst, interessiert und ohne Bewertung wahr zu nehmen. „Aha, so bin ich also grade drauf. Das ist ja interessant“.
 
Der zweite Schritt besteht darin, diese einzelnen Ich –Anteile und ihre Aussagen besser kennenzulernen und evtl. zu hinterfragen.
Der weithin wohl bekannteste Ich-Anteil ist bei uns allen, das „innere Kind“. Aber es gibt noch viele, viele andere und leider auch solche, durch die wir z.B. immer wieder in ähnliche Fettnäpfchen treten oder durch die wir in bestimmten Situationen immer wieder unpassend reagieren, durch die uns bestimmte Verhaltensweisen (z.B. „Nein“ sagen o.ä.) nicht gelingen.
 
Am angenehmsten wird unser Leben, wenn es so vielen unserer Ich-Anteile wie möglich gut geht, ihre Bedürfnisse erfüllt werden und sie zusammenarbeiten in einem guten Team, dessen Chef wir ( ein erwachsener Anteil mit Überblick und Einfühlungsvermögen)  sind.
Dafür ist es wichtig, dass wir sie kennenlernen, alle unserer Ich-Anteile, und mit ihren Bedürfnissen ernst nehmen.
 
Oft geht das gut alleine durch Nachspüren und Nachdenken. Aber manchmal kommt man alleine nicht weiter. Eine fachkompetente Unterstützung hilft dann, das Problem zu durchblicken und macht oft recht schnell tiefe Erkenntnisse und positive Veränderungen möglich.
 
In diesem Sinn lade ich Dich ein, die stade Zeit, das Grau im Außen dafür zu nutzen, nach innen zu schauen, Dich selbst zu entdecken, kennenzulernen und einen lebendigen, runden Tisch zu schaffen, an dem alle Ich-Anteile offen Dein Leben mitgestalten können.

 

Für Fragen stehe ich Dir per Email oder Telefon gerne zur Verfügung.